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Dirigismus
interventionistische, marktinkonforme Eingriffe (Interventionismus, Marktkonformität) in privatwirtschaftliche Marktwirtschaften, die zur Erreichung gruppenbezogener, sektoraler oder struktureller wirtschaftspolitischer Ziele die Koordinationsfähigkeit des Marktwettbewerbs partiell oder total außer Kraft setzen. - Beispiele: (1) Staatliche Begrenzung oder Aufhebung der privaten Produktions-, Konsum- oder Investitionsentscheidungsautonomie und ihre Ersetzung durch bürokratische Allokations- und Verteilungsmechanismen (zentrale Investitionslenkung, quantitative Produktions- und Handelsbeschränkungen durch Kontingente, Devisenbewirtschaftung u. a.); (2) Aufhebung des Preis-Mechanismus durch Preisstopp, Preisüberwachung oder staatliche Preisfestsetzung; (3) ausgedehnte staatliche Ge- und Verbote im wirtschaftlichen Bereich. - Eine wesentliche Gefahr des Dirigismus besteht darin, daß aufgrund unvorhergesehener und staatlicherseits unerwünschter Ausweichreaktionen der privaten Wirtschaftssubjekte zunehmend weitere Folgeinterventionen durchgeführt werden müssen, sollen die wirtschaftspolitischen Ziele dennoch erreicht werden (Ölflecktheorie). Zunehmender Dirigismus kann, wie die Erfahrungen zeigen, zum Entstehen einer Schattenwirtschaft neben der offiziellen Lenkungswirtschaft führen.
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